Angelfischerei

Die Angelfischerei ist in allen schweizerischen Gewässern sehr verbreitet: mehr als 100'000 Personen werfen mindestens an einem Tag pro Jahr die Angel aus und fangen in den Bächen, Flüssen und Seen des Landes etwa 483 Tonnen Fisch pro Jahr (Durchschnitt 2012-2016).

Nur mit gültigem Fischereipatent ...

Wer Angelfischerei betreiben möchte, muss über die ausreichenden Kenntnisse im Sinne von Artikel 5a der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF; SR 923.01) verfügen. Diese Kenntnisse können mit dem Erwerb des Sachkundenachweises SANA belegt werden. Bevor man angeln geht, sollte man sich bei Kantonsverwaltungen, Fischereivereinigungen, Privateigentümern oder Geschäften für Fischereibedarf über die geltenden Reglemente und Vorschriften informieren. Ein sehr wichtiges Instrument für eine sachgemässe und nachhaltige Fischereibewirtschaftung sind die Fangdaten. Es ist daher unerlässlich, dass alle AnglerInnen die Formulare für die Fangstatistiken gewissenhaft ausfüllen.

Jedes Jahr werden in der Schweiz mehr als 100'000 Fischereipatente von unterschiedlicher Dauer (Jahres , Monats , Wochen oder Tagesbewilligungen) gelöst. Mit Ausnahme der besonders beliebten Tagespatente (die immer häufiger von den Kantonsbehörden abgegeben werden) ist der landesweite Trend bei allen Typen von Fischereipatenten rückläufig. Einige Kantone bieten Gastpatente an, diese sind in den eidg. Statistiken jedoch nicht miteinbezogen.

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... in den Seen

FreizeitanglerInnen fangen in den grössten Schweizer Seen durchschnittlich 277 t Fisch pro Jahr (Durchschnitt 2012-2016). Die begehrtesten Arten sind Barsch (Egli) (Perca fluviatilis), Felchen (Coregonus sp.) und Hecht (Esox lucius). Ein landesweiter Vergleich der Erträge ist erst seit 1996 möglich.

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... und den Fliessgewässern

In den Schweizer Bächen und Flüssen angeln HobbyfischerInnen bevorzugt auf Forellen (Salmo trutta sp.) und Äschen (Thymallus thymallus). Seit den 1970-80er Jahren befinden sich die Fangzahlen jedoch im freien Fall. So wurden vor 30 Jahren noch 1.5 Millionen Forellen und 60'000 Äschen jährlich gefangen, 2016 waren es nur noch etwa 294'000 bzw. 14'000 Individuen (Abb. 1 und 2). Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der vermehrten Wasserkraftnutzung über den Verlust wichtiger Lebensräume, der Behinderung der Fischwanderung durch Sperren, bis hin zu Fischkrankheiten, fischfressenden Vögeln und Überfischung.

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Abbilgung 1 und 2: Fangzahlen der Angelfischerei bei Forellen (Salmo trutta sp. Abb. 1) und Äschen (Thymallus thymallus, Abb. 2) in den schweizerischen Fliessgewässern. Vollständige Daten aus allen Kantonen stehen erst ab 2002 zur Verfügung, die Fangzahlen der früheren Jahren wurden aufgrund der vorhandenen Daten rekonstruiert.